Wesedoor

Dies ist das Land Wesedoor, das große Menschenreich – eine schutzlose Wüstenei.

Riesige Herden von Büffeln und Antilopen ziehen durch das Land und hinterlassen ihre Spuren in dem trockenen Boden, während der Sommerzeit. Sie ziehen in alle Himmelsrichtungen, um an den Grenzen zu den Meeren, der Eiswüste oder den Dunkelwälder noch die letzten grünen Halme vom Boden, oder die kurz vor dem austrocknen stehenden Blätter von den Sträuchern zu reißen.

So dienen sie den Säbelzahntigern und Wölfen als Nahrung.

(grüne Wiesen im Sommer)

Während Frühling, Sommer und zum größten Teil der Herbst in diesem Land von einer unerträglichen Hitze und vielen Unwetter begleitet werden, herrscht im Winter eine eisige Kälte und das Land verwandelt sich in eine Eiswüste gleich dem ewigen Eis von Igala.

Aus dem Norden peitscht der Wind einem nur so um die Ohren und der Schnee fällt vier Monate lang vom Himmel, es scheint als wolle er nicht einmal die Sicht wieder frei geben auf das weiße Land. Nur im Frühling kann sich, durch die Kälte und den Schnee im Winter, ein wenig Gras der Sonne entgegenstrecken und die Bauern führen ihre Rinderherden durch das Land, um für das restliche Jahr genug Milch und Käse zu haben.

Denn dann wird das Land zu einer felsigen Landschaft, die von Halmen überzogen ist und nur noch wenige Quellen preisgibt, aus denen man frisches Wasser schöpfen kann.

(Das atraktivste an dem Land, die Sonnenuntergänge…)

Hier liegt Catallien. Regiert wird Wesedoor daher vom König der Calas. Es herrscht die Monarchie, aber nicht die Unterdrückung, denn der König ist ein gütiger Mann.

Doch wird das Land auch durch die vielen Kriege gezeichnet, die hier einst tobten und wohl immer wieder kehren werden. Sie sind einer der Gründe, warum die Herden der wilden Tiere schon vor langer Zeit weiter in den Norden oder Süden gezogen sind und warum sich immer mehr kahle Felsen in die Höhe erstrecken.

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© 2000-2018 Roland R. Posny