Dete

Schon seit den ersten großen Kriegen und der Verwüstung der Welt, leben die Dete als Volk der Krieger. Anders als die vier weiteren Arfejiavölker, sind sie den Menschen nicht feindlich gesinnt, dennoch ist ihr Vertrauen in die Menschen nicht so groß, dass sie ihnen auch noch anbieten würden, sich in ihren Wäldern daheim zu fühlen.

Die Dunkelwälder sind die Heimat der Dete und von hier bewachen sie die Welt. Besser gesagt von Dablen aus. Von den hohen blau schimmernden Türmen, sehen sie über die Wälder hinweg, sogar bis hin ins dunkle Land, hinter die Marken der Wüsten. So behalten sie alles im Überblick und können bei Gefahr schnellstens Alarm schlagen, oder selbst eingreifen.

Die Dete sind nicht nur ein Volk der Krieger, sondern auch der Handwerker, Musiker und Händler. Öfters ziehen sie aus nach Catallien, um ihre Waren zu tauschen (dem Geld der Menschen können die Arfejia nicht viel abgewinnen). Dies sind meistens Mythrill gegen Eisen für die Waffen und Rüstungen oder ein wenig Korn gegen Gatabrote. Ansonsten verbringen die Dete ihre Zeit damit, zu wachen oder ihr leben zu genießen. Denn wie alle Arfejia können auch sie ein ungewöhnlich langes Leben führen – wahrscheinlich ist, dass sie nie an einem natürlichen Tod sterben würden – und genießen die Ruhe der Wälder.

Die Dete sind recht bescheiden, wie alle Arfejia, na gut, außer den Sacertes. Sie leben in kleinen Hütten aus Holz und Blättern und verzichten auf umständliche Einrichtungsstücke. Geschlafen wird auf einem Haufen Heu und gegessen mit den Fingern. Sie leben halt nur von dem was ihnen die Natur anzubieten hat. Nur in den Waffenschmieden gibt es Werkzeug.

Die bevorzugte Kleidung der Dete sind leichte lange Gewänder aus einem Samtartigen Stoff, der in ihrer Sprache Tercìo genannt wird. Diese Gewänder schimmern meist in einem leichten Blau oder Grün, so ähnlich wie die Haut der Arfejia.

Ansonsten tragen sie noch ihre Rüstungen aus dem Eisen der Menschen, aus denen Kettenhemden, Harnische und Helme gemacht werden. Darunter tragen sie nur ihr Tercìo Gewand und hohe Lederstiefel. Ansonsten sind alle Dete in dunkelgrüne Capes oder Umhänge gekleidet, um sich in den Wäldern besser Tarnen zu können und auch in weiten offenen Landschaften außerhalb der Wälder nicht sofort aufzufallen. Man sagt auch, dass die Umhänge der Arfejia mit einem geheimnisvollen Schutzzauber belegt sind, mit dem sie sich Tarnen können und der Angriffe abwehrt.

Ihre Waffen sind wie ein Säbel geformte Schwerter mit Griffen aus Gold.

Um die Präzision der Bögen aber werden die Arfejia am meisten beneidet. Sie sind aus einem sehr stabilen, weißen Holz gearbeitet. Dieses ist nur in den Wäldern der Arfejia ist zu finden. Nicht einmal ein Barbar verbringt es die Bögen zu brechen. Und dabei bleiben sie immer noch elastisch genug, um beim schießen nachzugeben. Die Pfeile werden von extra Pfeilmachern gefertigt. Ein Beruf, der nur von wenigen Dete ausgeführt werden kann, dafür aber fliegen die Pfeile der Arfejia so präzise, als wenn sie an einer Schnur entlang gezogen werden würden.

Die Dete leben in einer gut strukturierten Gesellschaft, wobei niemand vernachlässigt wird. An oberster Stelle steht der Heerführer und Vorsitzende des Rates. Bangemos.

Darunter stehen die Ijento, sie sind neben den Seneschall der Armee auch die Wächter des Rates und befehligen sowohl die hohen Ritter und Lehnsherren, Conbane, sowohl auch die Hindale, die vielen Ritter und Krieger.

Bewacht werden die Wälder von den Wächtern, die den ganzen Tag durch die Wälder und an den Grenzen zu Wesedoor entlang schreiten, um ungebetene Besucher von Dablen fern zu halten.

Der Glaube der Dete erstreckt sich nicht sehr weit. Sie glauben an die Engel und an Lonar, den Vater der Engel. Ansonsten sind sie zu sehr damit beschäftigt, dem Schutz der Welt nachzugehen. Nur ab und an, wenn sie ein paar freie Minuten Opfern können, ziehen sie sich in eine Stille Ecke zurück und beten für das Wohl ihres Volkes und der Rückkehr der Engel.

Ihre Feste feiern sie zu Ehren der Engel und der neuen Jahreszeit. Vier mal im Jahr, feiern die Arfejia den Wechsel der Jahreszeit, jedes Mal mit einem großen Fest zudem sogar das Flussvolk sich nach Dablen begibt.

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© 2000-2018 Roland R. Posny