Pulastes

Kurz gesagt sind sie das Flussvolk der Arfejia.

Ein Volk, das sich schon vor Jahrhunderten von den Sacertes abspaltete, um in die freie Natur zu ziehen. Denn sie hielten sich für was Besseres. Für die Nachkommen derer, denen die Magie der Engel als erstes übergebe wurde. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Sacertes und den Pulastes.

Es fing damit an, dass sich eine Gruppe gebildet hatte, die eine Meuterei gegen Palesia plante. Sie wollten sie stürzen, töten, unterjochen. Ihre Macht für sich gewinnen. Als zweites gaben sie sich einen neuen Namen, Carenas, das heilige Volk.

Doch Palesia ließ sich nicht überlisten und verbannte diese Gruppe von Arfejia aus Nabet.
Seitdem leben sie auf Tierrana verstreut, überall da, wo es genug Wasser und Grün gibt. Also an den Flüssen.

Von daher kam auch der Name, den ihnen die beiden mächtigen Arfejiavölker Dete und Sacertes gaben. Pulastes, Flussvolk.
Dieser Name wird Heute von jedem der freien Völker außer den Pulastes selbst gebraucht, um dieses etwas eingebildete aber dennoch freundlich und friedliche Volk zu bezeichnen.

Die Pulastes sind recht desinteressiert in die Entwicklung der Welt, sie denken, dass eines Tages die Arfejia zurück kehren und alles vernichten werden, damit unsere Welt einen Neuanfang starten kann. Mit ihnen als erstes Volk der neuen Welt. Von daher mischen sie sich nicht in Kriege ein, kümmern sich nicht um Räubereien, sondern forschen noch eifriger als die Sacertes weiter. Man sagt, sie hätten schon mehr neue Geheimnisse gelüftet, als es die Sacertes in den nächsten hundert Jahren schaffen könnten.

Die Pulastes ziehen oft umher und predigen vom Ende der Welt und man solle sich ihnen doch anschließen, ihnen huldigen und als Dank würden sie ein gutes Wort bei den Engeln für jene Bußenden einlegen. Sie haben sich zu so etwas wie eine Sekte gemausert…

Wie Pilze sprießen ihre Siedlungen an den großen Flüssen aus dem Boden, meist sind es aufgereihte Zelte aus Tierhaut, sie färben diese Felle oft in dunkle Farben, schwarz und grau sind besonders beliebt.
Aber auch einige ganz verrückte, die wohl zuviel Drosagras geraucht haben, ziehen sogar bunt gestreifte Zelte vor. Sie bauen sich Liegen aus Ästen zwischen denen sie die Häute von Schlangenmenschen oder Poger spannen – da diese sehr elastisch sind.

Die Pulastes tragen außer ihren Tercìo Gewändern und Fellhüten aus Hasenfell oder dem sonstiger kleiner Pelztieren, nichts weiter. Als Verteidigung tragen Pulastes höchstens einen kleinen Dolch aus geschliffenem Mythrill mit sich oder zähmen Tunisbären oder Säbelzahntiger, die sie dann auf ihre Feinde ansetzen können.

Ihr Glaube an die Wiederkehr der Engel geht so weit, dass sie nicht nur ihr Leben eigentlich versiegen lassen sondern auch in keinster weise irgendeine Gesellschaftliche Struktur aufweisen.
Jeder der Pulastes arbeitet für sich, ernährt sich selbstständig oder Handelt auch nur mit Menschen.
Sie wollen sich keinem Anführer untergeben, der sie noch davon abhalten könnte, sich den Engeln Untertan zu machen, wenn sie wieder auf unsere Welt herab steigen und das sechste Zeitalter anbrechen werden.

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© 2000-2018 Roland R. Posny